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Donnerstag, 12. November 2009

20 Animationsfilme, die um die Oscarnominierung kämpfen

So langsam aber sicher fängt ja wieder die Oscarsaison an und deshalb gibt es nun auch schon 20 Animationsfilme, die in der Vorrunde zur "Bester Animationsfilm"-Kategorie sind - Einige davon sind eher fragwürdiger Natur (Zum Beispiel Alvin and the Chipmunks 2, der ja wohl mehr Live-Action als Animation ist, oder der ultragrottig aussehnde The Dolphin - Story of a Dreamer) andere dagegen sichere Kandidaten und der ein oder andere Spekulationskandidat. Hier also die 20 Filme:



  • “Alvin and the Chipmunks: The Squeakquel”
  • “Astro Boy”
  • “Battle for Terra”
  • “Cloudy with a Chance of Meatballs”
  • “Coraline”
  • “Disney’s A Christmas Carol”
  • “The Dolphin – Story of a Dreamer”
  • “Fantastic Mr. Fox”
  • “Ice Age: Dawn of the Dinosaurs”
  • “Mary and Max”
  • “The Missing Lynx”
  • “Monsters vs. Aliens”
  • “9”
  • “Planet 51”
  • “Ponyo”
  • “The Princess and the Frog”
  • “The Secret of Kells”
  • “Tinker Bell and the Lost Treasure”
  • “A Town Called Panic”
  • “Up”

So gesehen war 2009 schonmal eines der stärksten Animationsjahre aller Zeiten und birgt auch noch einige potentielle komende Highlights. Bleibt nur die Frage wie die Jury die Auswal anstellt. Sicher dürfte sein, dass es 2010 wieder 5 Nominierte geben wird, aber wer wird nominiert? Die einzigen Filme, die schon 100%ig sicher sein dürften sind Oben (der gleichzeitig noch eine große Cahnce auf die "Bester Film"-Nominierung hat) und Coraline, die beide Kritikerlob ohne Ende mit sich brachten und eben die typischen Oscarkandidaten sind, da beide wohl auch die Filme sind, die den größten Ruf haben. Bleibt dann noch die Frage ob man sich eher für die größeren Projekte oder die Indiefilme entscheidet. Da gäbe es nämlich Cloudy with a Chance of Meatballs, der ja auch relativ gute Kritiken bekommen hat und The Princess and The Frog, der eben ein klassisches Disneymärchen ist und darüber hinaus auch wirklich gut sein soll. Dagegen ausgeschlossen sind für mich Ice Age 3, Monsters vs. Aliens, Astroboy, Planet 51 und A Christmas Carol, die einfach alle unter der Messlatte der anderen Projekte liegen und kritisch nicht wirklich gut wegkamen oder mit Mocap gemacht wurden, was die Academy wohl eher weniger mag, da noch kein MoCap-Film für den Oscar nominiert wurde. Wackelkandidat ist auch noch Hayao Miyazakis Ponyo, der wohl nicht mit Miyazakis anderen Projekten der letzten Jahre mithalten kann und auch eher ein reiner Kinderfilm sein soll. Die großen Fragezeichen sind dann noch die umjubelten Indiefilme Mary & Max, The Missing Lynx, The Secret of Kells und A Town Called Panic. Gerade Mary & Max war kritisch ein großer Erfolg, ist aber alles andere als ein typischer Oscarfilm. Ich persönlich könnte mir dann letztendlich vorstellen, dass die Liste so aussieht:
  • Oben
  • Coraline
  • The Princess and the Frog
  • Cloudy with a Chance of Meatballs (Alternativ vielleicht 9)
  • Fantastic Mr. Fox (Alternativ Mary & Max oder Ponyo)
Weiterführende Links:

Mittwoch, 11. November 2009

Das nächste "Alice im Wunderland"-Poster

Nachdem das gestern veröffentlichte Poster auf Facebook die 7500 Likes geschafft hat veröffentlichte die Facebook-Armee The Disloyal Subjects of the Mad Hatter den zweiten Teil, das so schon in abgescanter Form bekannt war, aber in gescheiter Auflösung noch um einiges besser aussieht:
Ich mochte das erste ja schon, aber es sieht so aus als ob man versucht hätte so viele Charaktere wie möglich unterzubringen, was dem Aufbau nicht wirklicg gut tat, außerem sah das ganze nicht wirklich gut zusammengestellt aus. All diese Probleme hat das neue Poster nicht mehr. Die Charaktere wirken nicht eingefügt, es ist nicht überladen und die Optik ist um einiges besser: Eine tolle farbliche Gestaltung und eine düstere Ausstrahlung - Und es gibt wieder die typischen Burtonkringel zu sehen .
Das nächste Poster wird erscheinen wenn das hier 9000 Likes bekommt. Zeigen wird das den Hutmacher sowie die Raupe, deren Stimme und Mimik von Alan Rickman kommen. Im Hintergrund gibts das imposante Schloss der weißen Königin zu sehen. Da kann man sich doch drauf freuen.

Erstes offizielles Bildmaterial zu "The Sorcerer´s Apprentice"


Es war nun länger ruhig um The Sorcerer´s Apprentice, die von Disney und Jerry Bruckheimer produzierte, von Jon Turteltaub gedrehte und mit, unter anderem, Nicolas Cage, Monica Belluci und Alfred Molina besetzte freie Adaption der berühmten Balladae. Jerry Bruckheimer versprach zwar einen Trailer, der kam aber nicht. Offizielles Bildmaterial gab es auch nicht, nur Setbilder, die in etwa eine Richtung vorgaben. Nun sind Scans aus einer Zeitschrift im Internet gelandet, die die ersten offiziellen Bilder aus dem Film zeigen. Und die sind weiterhin nichtssagend, auch wenn man schon erkennen kann, wie der Film (zumindest farblich) stilistisch aussehen wird. Um zu den anderen Bildern und dem offiziellen Logo sowie einer inhaltsangabe in gescannter Form zu kommen, einfach auf das obere Bild klicken.

Ein Trailer wäre trotzdem mal nicht schlecht um sich ein genaues Bild machen zu können, denn nach wie vor kann ich mir (und bestimmt auch einige andere) kaum etwas unter dem Film vorstellen.

Montag, 9. November 2009

Neues Bildmaterial zu Alice im Wunderland - Yiehahahah

Endlich gehts mal wieder weiter mit Neuigkeiten zu Alice im Wunderland und diesmal viral über Facebook. Für heute kündigte Disney an neues Material zum Film zu veröffentlichen, aber warum einfach wenn e auch aufwändiger geht. dafür brauchte ein Post des Hutmacher auf Facebook erstmal 1000 Likes. Natürlich gabs die sofort und dieses Bild wurde veröffentlicht:

Gefällt mir erstmal wahnsinnig gut und ich liebe (und ich meine LIEBE!!!) die Pilze, die sehen einfach so toll aus. Der Überraschungseffekt hielt sich aber daher in Grenzen, da gestern schon genau dieses Bild (+ mehr) als Scan aus einer Zeitschrift im Internet landeten. Trotzdem sieht das in guter Qualität um einiges besser aus.
Ich hoffe aber, dass es sich hier nicht um ein offizielles Poster handelt, da ich das in der Sichtweise nämlich etwas einfallslos gestaltet finde. So an sich gefällts mir aber gut.
Das nächste Material wird es übrigens geben wenn dieses Bild bei Facebook 7.500 Likes bekommt und die sind gar nicht mal in ferner Zukunft. Man kann sich also freuen.

Sonntag, 8. November 2009

Review: Eine Weihnachtsgeschichte


Robert Zemeckis ist einer der ganz, ganz großen in Hollywood. Angefangen hat seine Regiekarriere mit der romantischen Abenteuerkomödie Auf der Jagd nach dem grünen Diamanten, in dem schon Größen wie Michael Douglas, Danny DeVito oder Kathleen Turner die Hauptrollen spielten. Doch weltweiten Status erhielt er erst mit seinem nächsten Film, der nach ewigem Studio hin und her mit Michael J. Fox und Christopher Lloyd in den Hauptrollen und Steven Spielberg als Produzenten verwirklichen konnte. Die Rede ist natürlich von Zurück in die Zukunft, der heute nicht nur Kultstaus hat, sondern auch als einer der besten Filme aller Zeiten gilt. In den nächsten Jahren folgten Zurück in die Zukunft 2 und 3 sowie Falsches Spiel mit Roger Rabbit, gefeierter Kult und Meilenstein in sachen visuelle Effekte. 1992 folgte die makabre Komödie Der Tod steht ihr Gut, in dem Bruce Willis einen Schönheitschirurgen sowie Meryl Streep und Goldie Hawn seine unsterblich geworde Frau bzw. Exfrau, die sich bis aufs Blut bekämpfen. Der Film gilt übrigens als Größe in Sachen am computer gemachte Haut. Doch erst 2 Jahre später folgte Zemeckis´größtes Meisterwerk. Der Film war im Jahr 1992 der erfolgreichste Film des Jahres und wurde für insgesamt 13 Oscars nominiert, von denen er sieben, inklusive der Auszeichnung für den besten Film und die beste Regie bekam. Der Name des Films? Forrest Gump. Einer der großen Klassiker der Filmgeschichte. In den darauffolgenden Jahren, drehte Zemeckis dann weniger bekannte, aber trotzdem sehr gute Filme: Den Science-Fiction-Film Contact mit Jodie Foster, den Horrorthriller Schatten der Wahrheit mit Harrison Ford und Michele Pfeifer sowie das Drama Cast Away mit Tom Hanks und Volleyball Wilson als Gestrandete.

Eine bis dato eigentlich sehr beachtliche Filmographie. Das war auch so bis Zemeckis eine Technik entdeckte die sich Motion Capturing nennt und bei der normale Menschen in komischen Anzügen gefilmt und deren Bewegungen, Mimik und Gestik dann später im Computer zum Animationsfilm gemacht werden. Eigentlich eine modernere und ausgeschmücktere Version des Rotoskop-Verfahrens, bei dem echte Menschen aufgenommen werden und als Referenz einer gezeichneten Figur dienen (Wurde zum Beispiel bei Pinocchio verwendet). Zemeckis erster Motion Capture-Film war dann der Weihnachtsfilm Der Polarexpress mit Tom Hanks in mehreren Rollen. Eigentlich eine nette Idee und durch das MoCap-Verfahren auch einfacher zu machen als als Realfilm. Trotzdem hatte der Film und damit die ganze Technik eine riesige Schwachstelle: Man versuchte nämlich die Figuren so real wie möglich aussehen zu lassen was nicht gelang und die Figuren wie Wachsfiguren mit ausdruckslosen Zombieaugen aussehen lies. Sowieso sah der komplette Film nicht aus wie ein Animationsfilm von, zum beispiel, Pixar, sondern eher wie eine Zwischensequenz aus einem Playstation 2-Spiel - wenn überhaupt. Doch Zemeckis wollte nicht von der Technik ablassen und drehte seinen nächsten Film wieder mit Motion Capturing. Diesmal aber etwas für Erwachsene, mit Monstern, Blut und Gewalt mit einigen Stars in den Hauptrollen und Erfolgsautor Neil Gaiman (Der Sternenwanderer, Coraline) sowie Roger Avary (Pulp Fiction) am Drehbuch. Eigentlich ja keine schlechte Sache, aber Zemeckis und seine MoCap-Firma Image Movers Digital schafften es die Animationen und die Optik in Der Polarexpress noch zu unterbieten und machte einen unglaublich inhaltsleeren, schlecht gemachten und extrem trashigen Film, der weder an der Kasse noch von Kritikern besonders gut aufgenommen wurde. Trotz diesem Misserfolg hielt Zemeckis aber noch immer an der Technik fest und machte seinen nächsten Film. Diesmal die nunmehr 50. Verfilmung von Charles Dickens Eine Weihnachtsgeschichte. Wenig gute Vorraussetzungen. Trotzdem sah der Trailer, trotz Playstation 2-Optik jetzt nocht so schlecht aus udn Jim Carrey als Ebenezer Scrooge kam sehr gut rüber. Könnte dieser Film nun doch ein Erfolg werden? Schauen wir mal...

Man kann gleich vorweg sagen, dass Robert Zemeckis´ Eine Weihnachtsgeschichte ein zentrales, großes Problem hat - und das hat überraschenderweiße nichts mit dem Motion Capture zu tun. Das Hauptproblem ist einfach, dass es die 50ste Verfilmun von Eine Weihnachtsgeschichte ist und die Story von mal zu mal immer trockener und ausgelaugter wurde und das tut auch dieser Version nicht gut: Man kennt die Geschichte schon und kann die meisten Dialoge beinahe schon mitsprechen. Jeder kennt die Geschichte von Ebenezer Scrooge, dem Weihnachtshassenden Geizhals, der am Heiligabend Beusch von drei Geistern bekommt und sich sein Leben und seine Einstellung für immer ändert. Und da kommt das Motion Capture ins Spiel. Man kan davon halten was man will, aber durch diese Technik kommt etwas Pepp und etwas innovatives dazu, was die Story nicht bieten kann. Und, man hätte es nach den grauenhaft aussehenden Bildern und Trailern nicht denken können: Die Animationen sind gelungen, und dass sogar extrem gut.

Sahen die Figuren in den vorherigen beiden MoCap-Werken von Zemeckis noch aus wie Zombies und machten dem im Fachjargon Uncanny Valley genannten Effekt, der die geringe Aktzeptanz des Menschen gegenüber künstlicher Figruen bezeichnet alle Ehre sehen die Menschen in Eine Weihnachtsgeschichte in den schlechtesten Momenten in ordnung und in den besten absolut beeindruckend aus. Jede Falte, jede Pore, jede Unebenheit und hin und wieder auch schon ein paar eklich echt aussehnde 3D-Pickel sind zu sehen. Vor allem in den ersten 10-15 Minuten könnten die Animationen, auch in Hinsicht auf Bewegung und Mimik nicht besser sein. Nach diesen ersten 15 Minuten lässt diese Perfektion dann sichtlich nach und vor allem der Geist von Scrooges verstorbenem Partner Marley sieht nicht wirklich besser aus als im Trailer, aber als gelungen kann man das Ganze auf jeden Fall ansehen. Was man aber merkt ist, dass der Hauptaugenmerk auf Scrooges Animation lag, was ja angesichts dessen das er der Hauptcharakter ist nahe liegt. Trotzdem merkt man einfach die Unterschiede: Während Scrogge in den mesiten Momenten perfekt aussieht, rufen Nebencharaktere wie die von Robin Wright Penn dargestellte Belle, der von Bob Hoskins gespielte Mr. Fezziwig und vor allem Colin Firth als Scrooges Neffe Erinnerung an Beowulf hoch. Trotzdem: Über die sonstige Animation der Umgebungen und Sets kann man dagegen so gar nicht meckern. Was einem hier geboten wird ist ein bis ins letzte Detail perfekt umgesetztes London, dass man dann in einigen spektakulären Kamerafahrten durch und über die Stadt gut zu Gesicht bekommt.

Und gerade hier merkt man den wahnsinnigen Vorteil von Motion Capturing - Im Gegensatz zur normalen Animation werden einem in Sachen Kamera viel mehr Möglichkeiten geboten und so eröffnet der Film schon mit einer wunderbaren und rasnaten Kamerafahrt durch die Gassen und über die Dächer eines perfekt gestalteten Londons. Durch Weihnachtskränze und Schronsteinrauch weiter hoch bis zur Spitze einer Kirche, schwenkt über das Kreuz ganz oben, bleibt kurz stehen und fährt dann wieder weiter. Natürlich ist das Technik-Geprotze, aber es sieht einfach wahnsinnig gut aus. Auch bei den drei gesitern wird geprotzt was das zeug hält. Mit dem ersten fliegt Scrooge dann mit Affenzahn durch die Häuser Londons und gegen Ende auch ziemlich weit drüber, mit dem zweiten fliegt er in einem Raum durch Straßen und über Dächer und vom dritten wird er durch die düsteren, dreckigen Gassen gejagt, während er zu allem Überfluss auch noch schrumpft. Mit solchen Szenen im Hinterkopf könnte man vielleicht meinen der Film sei ein Superspaßiges, actionreiches Weihnachtsabenteuer für die ganze Familie, falls sie denn den 3D-Aufpreis bezahlen kann oder will. Doch das stimmt so nicht. Während die meisten anderen Verfilmungen eher fröhliche, hell gehaltene Filme, die erst im Finale etwas düsterer werden ist diese Version eine durchgehend düstere, gruselige und in den besten Momenten sehr beklemmende und dramatische Geschichte, die ohne diesen moralischen Zeigefinger der meisten anderern Verfilmungen und auch ohne viel Action daherkommt. Wie Zemeckis im vorhnerein auch schon öfters betonte, ist dass er mehr den Aspekt der Gesitergeschichte herausholen wollte - und da kann man nicht meckern, dass is ihm mit am besten gelungen. Der Film behällt über die volle Laufzeit eine schaurige Atmosphäre mit Szenen, die direkt aus Geschichten aus der Gruft kommen könnten.

Insgesamt kann sich aber auch die künstlerische Ausarbeitung des Films extrem sehen lassen und bietet optisch wirklich einiges zum staunen. Während man über das Charakterdesign nicht viel sagen kann, da die meisten Figuren eben aussehen wie die Schauspieler nur in CG, außer das Jim Carreys Transformation zu Scrooge wirklich gelungen ist und Gary Oldman als Sekretär Bob Cratchit eher wie ein mensch gewordenes Backenhörnchen aussieht. Das Umgebungsdesign kann man, wie schon gesagt, leicht als perfekt bezeichnen. Das alte London sah selten so gut und detailverliebt aus. Auch Räume und andere Umgebungen, wie zum Beispiel das Dorf, in dem Scrooge früher lebte oder der Friedhof im Finale können sich sehen lassen und haben kaum noch etwas von diesem unechten, geleckten aussehen. Bleibt in dieser Kategorie nur noch eins offen? Wie sehen die Geister aus. An deren Gestaltung kann man schlichtweg nichts aussetzen. Sie sind gleichzeitig sehr Vorlagengetreu und sehen aus wie in den Kupferstichen der ersten Ausgabe, haben aber gleichzeitig etwas neues an sich. Gerade an den Geistern erkennt man zu was diese Technik eigentlich fähig ist.

Die musikalische Untermalung von Zemeckis´ Stammkomponist Alan Silvestri ist dann auch noch in Ordnung, auch wenn er nie besonders positiv, dafür aber auch nicht negativ auffällt.

Fazit: Eine Weihnachtsgeschichte kann man zweifelslos zu den besten Adaptionen der Geschichte zählen, die durch verblüffende Werksgetreue punktet. Das größte Problem ist halt, dass die Story eben alles andere als neu ist und der ganze Film deswegen die ganze Laufzeit über ziemlich trocken ist. Zum Ausgleich gibt es aber eine perfekte Inszenierung, gute bis sehr gute Animationen, eine schaurig-schöne Atmosphäre und eine unglaublich gute Optik.

Dienstag, 3. November 2009

Und gleich noch ein neuer Prince of Persia-Trailer

Weils so schön war gibt es jetzt noch eine internationale Schnittfassung des Prince of Persia: The Sands of Time-Trailers, der gestern nacht Premiere feierte. Im Gegensatz zur anderen Version zeigt der internationale Trailer ein paar neue Szenen mehr, ist dafür aber auch eine ganze Minute kürzer. Den anderen Trailer fand ich zwar insgesamt besser und atmosphärischer, aber der ist auch nicht schlecht:

Der Trailer zu Prince of Persia: The Sands of Time ist (schon) online

Ziemlich unerwartet war, dass man vor einigen Tagen ankündigte, dass der Trailer zu Jerry Bruckheimers Big-Budget-Verfilmung von Prince of Persia: The Sands of Time heute Premiere feiern soll. Und so kam es dann auch. Heute wurde tatsächlich der Trailer veröffentlicht. Und es ist nicht nur ein Teaser, sondern ein richtiger zweieinhalbminütiger Trailer, der schon reichlich was zeigt. Aber seht doch selbst:



Ich bin begeistert. Bisher gab es bis auf ein paar stylische Poster ja noch nicht allzu viel vom Film zu sehen, aber der Trailer haut in jeder Form total rein. Mir persönlich gefällt das ganze auf jeden Fall arg. Optisch gelungen und Effekte, die jetzt schon sehr, sehr gut aussehen. Die Action kann sich auch sehen lassen und Schauwerte bietet ja der Trailer schon zu Genüge. Man merkt halt, dass Bruckheimer dahintersteckt und der sich nach seinen letzten Produktionen nicht mehr lumpen lässt. Angesichts dessen und der Wahl des Regisseurs kann man schon davon ausgehen, dass der Film nicht nur eine Videospielverfilmung bzw. ein Blockbuster unter vielen wird. Ich behaupte: Wenn der Film nur halb so gut wird wie der Trailer steht uns ein mächtiges Highlight bevor.

Freitag, 23. Oktober 2009

Aargh: Disney castet Synchronsprecher für Küss den Frosch

Ist ja im Prinzip gar nicht mal so schlimm bzw. eigentlich völlig normal, dass Synchronstimmen für Filme, insbesondere Zeichentrickfilme gecastet werden, am besten natürlich Promis, die den Film dann noch pushen und sogar in grausig designten Fischen, die wie Will Smith und Angelina Jolie aussehn enden kann. So extrem ist das Stimmencasting bei Küss den Frosch zwar nicht, aber auch nicht wirklich gelungen.

Wie nun nämlich bekannt gegeben wurde, wird niemand geringeres als Cassandra Steen die Hauptrolle Tiana und Roger Cicero den Prinzen Naveen sprechen bzw. singen. Nicht, dass es schon reichen würde, die lang erwartete, klassiche Zeichentrickrückkehr mit einem peinlich, kindischen Titel zu verhunzen müssen jetzt auch noch die Stimmen so schlecht besetzt werden? Roger Cicero als Macho-Prinz und Cassandra Steen als Südstaaten-"Prinzessin" kann ich mir mal so rein gar nicht vorstellen. Außerdem passen die Stimmen so gut wie gar nicht zu den originalen.

Desweiteren droht Disney gleich noch mehr Promisynchro für den Film an. Wie die wohl aussehen werden. Nina Hagen als Voodoo-Hexe und Mario Barth als Dr. Facilier - Ich hoffe nicht.

Montag, 12. Oktober 2009

Toy Story 3 - Der Trailer ist da



Nach ewigem hin und her, dass der Trailer im Internet auftauchte, dann wieder verschwand, dann wieder auftauchte und so weiter gibt es jetzt, endlich, den offiziellen Trailer zu Toy Story 3 zu sehen. Überwältigt wie vn den Trailern zu WALL•E oder Oben bin ich jetzt absolut nicht, aber gefallen hat mir das ganze schon. Auch jetzt erkennt man schon, wie die Mischung aus Emotionalität und Humor aussehen wird und zu viel verraten bzw. gezeigt wird auch noch nicht. Ich bin mir auf jeden Fall sicher, dass Pixar auch hier, wieder einmal, einen Hit landen wird. Die Atmosphäre im Trailer fand ich nämlich klasse. Und der spanische Buzz scheint ja auch ein Brüller zu werden.

Dienstag, 6. Oktober 2009

Wer möchte die ersten fünf Minuten von Küss den Frosch sehen?

Ich persönlich ja mit Sicherheit nicht. Erstens möchte ich mich wirklich überraschen lassen und zweitens kann ich dieses "Die ersten 5 Minuten"-Zeug eh absolut nicht leiden, egal bei welchem Film. Trotzdem möchte ich das niemandem vorenthalten. Immerhin könnte es dem ein oder anderen ja doch den Anstoß geben um ins Kino zu gehen. Viel Spaß:



Donnerstag, 17. September 2009

Immernoch keine Lust auf Küss den Frosch...?

Eigentlich ist es unvorstellbar, dass jemand keine Lust auf Küss den Frosch haben sollte (Außer natürlich, die, die mit Disney-Zeichentrickfilmen nichts anfangen können und die, die alles was ohne reale Menschen ist eh kindisch und unnütz finden - Schande über euch). Wer weder zur einen noch zur anderen Gruppe gehört und immernoch keine Lust auf den Film hat, der kann sich durch diese Preview vollgepackt mit Interviews. Konzeptbildern, Musik und Szenen aus dem Film eines besseren belehren lassen. Und der Rest kann sich das natürlich auch anschauen, immerhin macht dieses Video mehr Lust auf den Film als der komplette letzte Trailer:

Mittwoch, 16. September 2009

Neues Poster zur Weihnachtsgeschichte + Neuer Starttermin

Alle Welt fragt sich warum man diese olle Weihnachtsgeschichte eigentlich nochmal verfilmen muss, und ein Teil derer fragt sich dann auch noch, warum man das ganze im grässlichen Motion-Capture verfilmt. Ein ganz kleiner Rest freut sich aber dennoch auf den Film. Ich steh irgendwie in der Mitte und weiß nicht ob ich das ganze jetzt gut oder schlecht finden soll. Aber sagen kann man über die Animationen und den Film was man will, die bisherigen Poster sind einfach klasse. So auch das neuste, actionreiche Motiv, dass ich wirklich umwerfend toll finde:

Währendessen tat sich auch am deutschen Starttermin etwas. Nicht, dass der Film Mitte November nicht eh schon reichlich früh für einen Weihnachtsfilm kam, hat man ihn jetzt auch noch in die erste Novemberwoche vorverlegt. Der neue deutsche Start erfolgt nun am 5. November.

Dienstag, 15. September 2009

Toy Story 3 hat ein Poster:

Was soll man sagen: Es ist extrem einfach, aber auf irgend eine Weiße gefällts mir doch sehr gut. Vielleicht bin ich aber auch nur zu arg Pixar-Fanboy. Mehr gibts dazu auch nicht zu sagen. *

Bildquelle: LatinoReview.com

*Ich glaube das dürfte der neue Top-Anwärter auf den Preis "Kürzester Post aller Zeiten" sein :D

Sonntag, 13. September 2009

Der Trailer zu Zemeckis´ "Weihnachtsgeschichte" ist endlich online

Lange hat es gedauert bis der Trailer zu Robert Zemeckis´Motion Capture Umsetzung von Charles Dickens Weihnachtsgeschichte seinen Weg ins Internet fand. Ich habe den Trailer schon bei Inglourious Basterds im Kino gesehen und fand ihn eigentlich in Ordnung. Wer sich nun aber ein eigenes Bild machen möchte kann das natürlich tun:



Unglaublicherweiße gefällt mir das doch außerordentlich gut. Die Optik macht was her, die Animationen sehen jetzt schon besser aus als die in Der Polarexpress und Beowulf zusammen (Wenn auch immernoch nicht wirklich gut) und irgendwie macht alles in allem doch einen ganz brauchbaren Eindruck, auch wenn mir das ganze zu sehr auf 3D-Effekthascherei aus ist.

Samstag, 12. September 2009

Pirates 4 hat einen offiziellen Titel!


Heute und Morgen findet ja die ultrageekige D23-Expo statt und dort wurden jetzt schon einige neue sachen (zum Teil auch vollkommen überraschend für mich) gezeigt und offoziell gemacht. So auch der Titel des vierten Films der Pirates of the Caribbean-Reihe.

Wie /Film meldet wird der vierte teil den Untertitel On Stranger Tides tragen, was übersetzt ungefähr so viel wie In fremden Gezeiten bedeutet. Das tolle am Titel ist, dass man jetzt wunderbar über die mögliche Story des Films spekulieren kann, da die Untertitel ja immer in etwa die Story des Films wiedergeben (The Curse of the Black Pearl, Dead Man´s Chest und At Worlds End). Was also könnt es mit den fremden Gezeiten auf sich haben? Etwa eine Zeitreise oder soll es einfach etwas mit den gezeiten Ebbe und Flut sein, was vielleicht wieder heißt, dass das ganze in fremden Ländern bzw. Gewässern spielt. Und so weiter.

Übrigens gibt es auch einen Piratenroman in Buchform, der nichts mit der Fluch der Karibik-Reihe zu tun hat, aber den selben Titel trägt (Also On Strangers Tide). Ob das Buch etwas mit dem Film zu tun hat weiß außerhalb Disneys wohl noch keiner, aber ich glaube nicht. Auf jeden Fall kann ich eines sicher sagen: Mir gefällt der Titel.

Donnerstag, 10. September 2009

News zu Cars 2, The Bear and the Bow und dem kommenden Winnie Puuh-Film

Cars 2 - "Endlich" mal wirklich gute Nachrichten

Unglaublich(e) viele Neuigkeiten heute zu den kommenden Disney Animations und Pixar-Filmen. Da Disney/Pixar heute eine Pressekonferenz in London veranstaltete gibt es, dank den Anwesenden von Empire Online, einiges zu erzählen.

Fangen wir an mit den Neuigkeiten zu Toy Story 3. Demnach wird Ex-Bond Timothy Dalton nämlich einen neuen Charakter im dritten Teil der Toy Story-Trilogie sprechen: Dieser wird ein Spielzeugigel mit dem Namen Mr. Prickelpants sein. Außerdem wurde ein neuer Clip präsentiert, der vorgestern auch schon bei den Filmfetspielen von venedig zu sehen war.

Außerdem wurde bekannt gegeben, dass Julie Walters (Molly Weasley in den Harry Potter-Filmen) die böse Hexe in Pixars erstem Märchen, The Bear and the Bow, sprechen wird. Neue Konzeptbilder zum Film, über den bisher noch unheimlich wenig bekannt ist, wurden auch gezeigt. Außerdem hies es, dass man eine starke Mutter/Tochter-beziehung einbaut.

Weiter geht es mit dem Plot von Cars 2, den man so wohl nie vorhergesehen hätte. Es wurde ja schon agekündigt, dass Cars 2 reichlich wenig mit dem Vorgänger zu tun haben wird und das wurde jetzt nochmals gefestigt: Wie man nämlich preisgab, wird es sich bei Cars 2 um nichts geringeres als einen "großen Agententhriller" handeln. Hallo? Cars 2 - Ein Agententhriller. Gehts noch cooler?

Ja, denn, wie schon angeküdnigt, wird Cars 2, der passenderweiße den Untertitel World Grandprix tragen soll, eine Reise rund um die Welt sein. So geht es zentral um ein Rennen in fünf verschiedenen Disziplinen, das Lightning McQueen und seine Freunde nach Tokyo, in den Schwarzwald, nach Italien, nach Paris und nach London (Yeah!!) führen. Währenddesen gerät Hook, anspielend auf Hitchcock, in einen Verwechslungsfall voller Geheimagenten.
Auch hier gibt es einen neuen Charakter: Nämlich den Aston Martin Finn McMissile, der wohl Agent sein wird.

Unglaublich ist es, dass mich diese Neuigkeit zum zweiten Cars so in Freude versetzt. Bisher hielt ich das ganze noch für unheimlich unnötig, aber jetzt bin ich wirklich sehr zuversichtlich, dass Cars 2 seinen Vorgänger um Längen schlagen kann. Ein Stolperstein könnte Cars 2 immernoch sein, aber durch diese, sich wirklich klasse anhörende Story bin ich sehr zuversichtlich.

Letztendlich gibt es noch eine weitere Neuigkeit: Nämlich zum neuen Kinoabenteuer von Winnie Puuh. Das ganze soll im Wasserfarbenlook daherkommen und fünf, bisher unverfilmte Geschichten aus den Romanen von A.A. Milne, was mich wirklich sehr freut.

Und was lernen wir aus all dem? Das Disney, und vor allem Pixar, immer wieder für eine positive Überraschung gut sind.

Mittwoch, 9. September 2009

Neuer "The Princess and the Frog"-Trailer

Zum diesjährigen Weihnachtshighlight für alle Disney-Fans, The Princess and the Frog, oder zu Deutsch Küss den Frosch, wurde auf Yahoo ein neuer Trailer veröffentlicht:



Die Zusammenstellung der verschiedenen Szenen gefällt mir nicht wirklich und auch noch Furzwitze? Naja. Aber was ich da optisch, und vor allem musikalisch, sehe bzw. höre gefällt mir wirklich, sehr, sehr gut. Das der Film ein Reinfall wird halte ich langsam für mehr als ausgeschlossen.

Dienstag, 8. September 2009

Review: Oben

Zu Beginn: Eine kleine Retrospektive von 14 Jahren Pixar

10 - Das ist die Zahl an Filmen, die die Visionäre beim in Emmerville angesiedelten Animationsstudio Pixar vorweißen können. Mit nunmehr 10 Filmen in 14 Jahren haben die Kreativen bei Pixar nicht nur Trickfilmgeschichte, sondern auch Filmgeschichte geschrieben, was vor 14 Jahren noch jeder für unmöglich hielt, als der erste am computer animierte Spielfilm in die Kinos kam: Toy Story.

Als Toy Story in die Kinos kam war Pixar noch völlig unbekannt, Disney hatte ihre glorreichen Neunziger und viele hielten den Film wohl eher für ein bisschen Nerd-Spielerei von Computercracks. Doch trotzdem war der Film nicht unerfolgreich: Er wurde zum erfolgreichsten Film im Jahre 1995 und zu seiner Zeit der dritterfolgreichste Trickfilm nach Disneys Der König der Löwen und Aladdin. Toy Story wurde inzwischen auch in die Top 100 Liste, der besten Filme aller Zeiten des American Film Instituts aufgenommen, wo er auf Platz 99 rangiert - Immerhin noch vor Ben Hur.

Trotzdem halte ich Toy Story für gnadenlos überbewertet: Ich mag zwar die Charaktere und die Idee, doch irgendwie konnte ich mit dem Film und dessen Story immer recht wenig anfangen. Ein Grund, dass er neben Cars der Pixarfilm ist, den ich nicht regelmäßig mal anschaue. Der nächste Film den Pixar herausbrachte war Das große Krabbeln, der auf der Idee des japanischen Films Die Sieben Samurai basiert. Das große Krabbeln war mein persönlicher zweiter Kinofilm, der mir auch heute noch gefällt. Beinahe Zeitgleich mit Das große Krabbeln setzten sich die Pixarianer an das Sequel ihres Erstlingsfilms: Nämlich Toy Story 2, der ursprünglich nur auf DVD (bzw. damals noch VHS) veröffentlicht werden sollte, man aber in der Produktion entschied das ganze doch auf die Kinoleinwand zu bringen.

Doch erst mit ihrem vierten Film schaffte es Pixar nicht nur mich in ihren Bann zu schlagen, sondern auch vom Image "dieses Computerrickfilmstudio" wegzukommen und ihn die ganz große Liga der Hollywoodstudios aufzsteigen. Der Titel dieses 2002 veröffentlichten Films: Die Monster AG. Der Regisseur: Pete Docter, der als erstes Pixar-Mitgründer John Lasseter vom Regiestuhl ablöste. Ein Film, der nicht nur lustig, sondern auch herzerwärmend und äußerst kreativ war. Und von diesem Film an gehörte Pixar zur Königsklasse der Animationsstudios.

Diese Position wurde von nun an immer mehr verstärkt: Als nächstes mit Pixars bisher finaziell erfolgreichstem und wohl auch bekanntesten Films: Findet Nemo. Findet Nemo war das Regiedebut von Andrew Stanton, ein Pixarurgestein, der als zweiter Animator und neunter Mitarbeiter zum Studio kam, bei Toy Story Co-Regie führte und auch an allen vorhergegangenen Drehbüchern der Pixarfilme mitarbeitete. Mit Die Unglaublichen folgte das Pixar-Debut von Brad Bird, der zuvor bei den Simpsons arbeitete und den Film Der Gigant aus dem All drehte und mit seinem tiefgründigen und komplexen Superheldenactioner Neuland bei Pixar betrat (Es war, unter anderem, der erste Pixarfilm in denen Menschen starben und der erste mit einer PG-Freigabe in den USA). Doch irgendwann musste diese großartige Erfolgswelle ja mal einreisen: Und das tat sie mit Cars, der Regie-Rückkehr von John Lasseter, der weder finaziell noch kritisch besonders gut aufgenommen wurde und für mich Pixars schlechtesten Film darstellt.

Dieser Ausrutscher wurde aber durch die beiden folgenden Filme wieder in den Hintergrund gedrängt: Nämlich mit Brad Birds gemütlichem, detailreichen und frankophilen Ratatouille, der für 5 Oscars nominiert war, sowie Andrew Stantons düstere, dreckige und doch romantisch, liebevolle Zukunftsvison WALL•E, der die Krönung von Pixars bisherigen Filmen darstellte. Nach dem kollosal guten WALL•E konnte es ja eigentlich nur wieder steil bergab gehen, doch schon der Titel des nunmehr 10. Streichs des Studios, dass den computeranimierten Film erst möglich machte beweißt das Gegenteil:

Achtung! Die nun folgende Kritik enthällt zwar keine wirklichen Spoiler, aber ein paar Storydetails.

Die Grundstory, die sich hinter Oben verbirgt ist eigentlich recht einfach: Ein alter Mann verwirklicht seinen Lebenstraum und fliegt nach Südamerika, natürlich mit einem lustigen Sidekcik an seiner Seite (In diesem Fall Russel, der überdreht und übergewichtige Pfadfinder) dort trifft er auf einen Schurken. Punkt. Ungefähr das ist es auch, was der Trailer einem zeigt, der den Plotverlauf aber nur sehr leicht angeschnitten hat und dafür sorgt, dass einen die eigentliche Story überrascht. Sowieso gibt der Trailer nicht ganz das wieder, was den Film eigentlich ausmacht: Nämlich das er im Innern tieftraurig ist.

Der Film beginnt mit einer knapp 8 Minütigen Sequenz, die einmal das Leben von Hauptfigur Carl Fredicksen durchleuchtet: Vom Kindesalter bis zum jetzigen Zeitpunkt. Wie er seine Jugendliebe Ellie kennenlernt und sie später heiratet, wie beide Kinder bekommen wollen, aber niedergeschlagen feststellen, dass Ellie dazu nicht in der Lage ist und wie beide zusammen alt werden und ihrem Traum einmal nach Südamerika zu reisen nie verwirklichen können - Bis Ellie stirbt und Carl völlig allein zurückbleibt. Diese Szene geht kaum 10 Minuten und kommt vollkommen ohne Dialog aus ist aber gleichzeitig so schön wie traurig. Die Sequenz geht zu Herz und führt vielleicht auch manche zu Tränen und das vollkommen ohne Kitschig zu sein. Und: Sie übertrifft sogar noch die viel gelobten, ersten 30 Minuten aus WALL•E mit Leichtigkeit.

Nun wird Carl gezeigt, wie er heute lebt: Grießgrämig, allein und den alten Zeiten nachtrauernd, da er diese nicht loslassen kann, was teils daran liegt, dass sein Haus aufgrund von neuen Hochhäusern abgerissen und er in ein Altersheim verlagert werden soll. Doch Carl weigert sich strengstens das Traumhaus von ihm und Ellie einfach aufzugeben. Als er aber einem Bauarbeiter eine blutende (!) Kopfwunde zuführt muss er dem Bauherren kleinbeigeben -- Oder auch nicht, denn am nächsten tag erhebt sich sein Haus, an dem er unzählige Luftballons befestigt hat, in die Lüfte - Südamerika soll das Ziel sein.
Was mit einem kleinen Abgesang auf den "American Dream" endet ist der große Abenteueraspekt des Films, den man so ja schon im Trailer gezeigt hat. Und die Story, die nun beginnt könnte nicht besser sein: Carl und der unfrewillige Passagier Russel stoßen im südamerikanischen dschungel auf den exotischen Vogel Kevin und den schrulligen Hund Dug, der zu allem Überfluss auch noch durch ein hochtechnisiertes Halsband sprechen kann und auf den wahnsinnig gewordenen Forscher und Abenteurer Charles Muntz.

Ein ungewöhnliches Team

Doch der Film wäre kein Film von Pixar, wenn das alles nur in schönen Bildern und mit viel Action gezeigt werden würde. Nein, denn der Film nimmt sich, selbst dann als der Abenteuerplot schon am Rollen ist, immer noch Zeit für seine Charaktere, hat enorm viele ruhige und melancholische Szenen und vernachlässigt nie den Grund, warum Carl eigentlich nach Südamerika gekommen ist - Wegen Ellie. Es wäre aber auch kein Film von Pixar, wenn das ganze unheimlich trocken und zäh erzählt worden wäre und man am liebsten der Actionszene herbeisehnen würde. Das Gegenteil ist sogar der Fall, denn am Schluss meint man, dass der Film ruhig noch 30 Minuten länger hätte sein können. Das liegt zum Großteil auch wieder an den liebenswert, schrulligen Charakteren, die man einfach gern auf der Leinwand agieren sieht und die sich nahtlos in die Reihe der populären Pixarcharaktere wie Buzz, Woody oder WALL•E einreihen. Mit Dug, dem dicken knuffigen Golden Retriver haben die Macher Pete Docter und Bob Peterson (Der dem Hund im Original auch seine Stimme leiht) eine Figur kreirt, die selbst so ultrakultige Charaktere wie Mike und Sully aus der Monster AG oder Dorie aus Findet Nemo mit Leichtigkeit in die Tasche steckt. Das wirklich Wunderbare an Dug (und den anderen Hunden) ist dann, dass man nicht einfach nur einen sprechenden Hund hingestellt hat, sondern eine relativ plausible und vor allem originlle Idee hatte, um Dug sprechen zu lassen. Ein weiteres Beispiel für den unerschöpflich wirkenden Ideenreichtum Pixars.

Das tolle an all den Charakteren ist, dass sie durchweg interessant und kreativ bleiben und einem ans herz wachsen obwohl sie "nur" animiert sind. Allein das Gespann Carl/Russel/Dug/Kevin hat man so noch nie gesehen - Und einen alten Mann zum Actionhelden zu Machen ist sowieso das Tollste an der ganzen Geschichte. Dazu kommt dann noch, dass man sich, wie schon oben gesagt, wirklich Zeit für die Figuren nimmt und aus Russel und vor allem Carl nicht nur ungewöhnliche, sondern auch (mal mehr mal weniger) tiefgründige Helden macht, mit denen man mitfühlen kann. Der bessesene "Captain Ahab"-Charakter Charles Muntz, der wohl als Spiegelbild Carls konzipiert wurde rundet das extravagant, exzellente Ensemble (Ja, ich mag Alliterationen) dann noch ab.

Dass, das ganze nie langweilig wird liegt dann zum anderen auch noch an dem wirklich gelungenen Humor, der sich ziemlich schwer beschreiben lässt. Oben bietet keine wilde Mixtur aus Anarcho- und ruhigem Humor, wie in den Filmen von Brad Bird und keinen altmodische Stummfilm-Slapstick wie in WALL•E. Am ehesten lässt sich der Humor mit Toy Story oder Findet Nemo vergleichen, da er sehr Charakterbezogen ist und meistens durch die verschiedenen charakteristischen Eigenschaften der Figuren herauskommt: Sei es die Überdrehtheit von Russel, die Grießgrämigkeit von Carl oder die treudoof, putzigen sachen bei Dug und Kevin. Hin und wieder gibt es natürlich auch etwas Klamauk und Slapstick - das ist aber wirklich rar gesäht.

Eine melancholische und traurige, aber doch heitere und abenteuerliche Reise!

Auch wenn insgesamt ordentlich Humor vorhanden ist, sollte man kein großartiges Gagfeuerwerk erwarten und sioch auch auf viele melancholische, ruhige und traurige Szenen einstellen, die aber wirklich extrem gut in den Film und den Abenteuerplot integriert wurden und niemals überflüssig oder störend erscheinen - Sie sind nämlich der eigentliche Motor des Films, der die Story und die Charakterentwicklung fördert.
Auch auf viel Action muss man verzichten, auch wenn man Oben als actionreichsten Pixarfilm nach Die Unglaublichen einordnen kann. Wirklich actionreich wird es aber nur kurz in der Mitte und etwas mehr gegen Ende im rasanten Showdown. Schade ist, dass diese Actionszenen aber nie wirklich großartig wirken und in Sachen Rasanz nicht mit den Unglaublichen mithalten kann. Ein kleiner Augenschmaus ist das Finale aber schon geworden. - Natürlich könnte jetzt die Frage aufkommen: "Kein Gagfeuerwerk, wenig Action - Was hat der Film denn dann?" - "Die Mischung machts!" wäre die passende Antwort. Ruhige und leise Szenen dominieren den Film, später dann auch immer mehr Humor und gegen Ende dann die Action verpackt in einer abenteuerlichen und unkonventionellen Story: Eine Abenteuertragikomöide sozusagen - Und eine ganz wunderbare, mal so nebenbei.

Musikalisch untermalt wird dieser liebevoll gemachte Genremix vom Soundtrack von Michael Giacchino, der sich auch schon für die Scores von Die Unglaublichen und Ratatouille verantwortlich zeigte und für letzteren auch eien Oscarnominierung einsackte. Wie schon bei seinen vorherigen Pixarscores setzt Giacchino hier auch mal wieder auf eins: Old-School. Elektronische oder moderne Klänge sind gar nicht herauszuhören und insgesamt ist das ganze wunderbar altmodisch mit vielen Bläsereinlagen und biette einen tollen Gegenpol zum futuristischen WALL•E-Soundtrack von Thomas Newman und diesen auch übertrifft (Aber dann auch wieder nicht ganz so genial ist wie der von Rataotuille).
Das wirklich tolle an der Musik ist dann noch, dass sie den Film stilistisch perfekt wiederspiegelt: Nämlich mit der ganz klaren Orientierung an Cartoons aus den 30er und 40er Jahren. Der einzige, kleine, Nachteil von Giacchinos Musik ist, dass sie im Gegensatz zu Die Unglaublichen, Ratatouille oder auch Star Trek, um mal ein neueres und nicht mit Pixar in Verbindung stehendes Beispiel zu haben (:D), bei den actionreicheren Stücken etwas lieblos komponiert klingt, was aber durch den wirklich schwer genialen Rest und das Ohrwurm-Main Theme wieder wet gemacht wird.

Der wohl letzte Punkt, auf den man eingehen sollte ist die stilistische Präsentation von Oben, die man wohl recht wenig mit den anderen Filmen von Pixar vergleichen kann. Es gibt zum Beispiel keinen völligen Cartoon-Style wie bei den Unglaublichen oder Die Monster AG, aber auch keinen puren Photorealismus wie bei WALL•E. Oben ist eher eine Mischung aus beidem: Während die meisten Charaktere völlige Karikaturen sind und durch geometrische Formen inspiriert sind (Carl ist ein Rechteck, Russel und Dug Ovale und Kevin ein Dreieck) sind die malerischen Landschaften absolut realistisch gehalten und mit das ganz große Highlight des Films (was sich vor allem in den Flug-Und dschungelszenen wiederspiegelt) sind und Pixars künstlerische als auch technische Perfektion mal wieder aussagekräftig unter Beweiß stellt. Auch die, wieder realistisch gehaltenere, Hundearmee ist ein technisches, optisches und kreatives Highlight des Films, das sich so wirklich gut sehen lassen kann.

"Ich habe den Film zwar gerade erst gesehen, habe ihn aber jetzt schon unheimlich lieb!"

Schlussendlich drängt sich ein Vergleich mit den vorhergegangenen Pixarfilmen, insbesondere natürlich WALL•E, auf. darauf gibt es aber auch eine ganz klare Antwort: Nein, Oben ist nicht so gut wie Andrew Stantons düster, romantisches Kinohighlight WALL•E, er ist auch nicht so gut wie Brad Birds gemütliche Liebeserklärung an das Kochen, Ratatouille, aber er stellt auch überhaupt keinen Dämpfer wie Cars dar. Oben ist nicht gänzlich perfekt, aber seine unzähligen positiven Aspekte, die ganz klar überwiegen machen den Film zu einem der besten, als auch reifsten Filme, die Pixar jeh gemacht hat. Deshalb kann man eigentlich nur apllaudieren und sagen: "Hut ab, Pixar ihr habt es mal wieder geschafft!".

Weitere Animations-Reviews:
Weitere Filmreviews 2009:

Montag, 7. September 2009

Eine ganz kleine, neue Szene aus The Princess and the Frog ist online



Ob ihrs glaubt oder nicht, aber das wars schon. Und zu diesen 50 rosanen Sekunden kann ich jetzt auch nicht unheimlich viel sagen. :D

[Via Charakter Design Blog]

Samstag, 22. August 2009

Ein Featurette für einen gezeichneten Bösewicht

Bei CartoonBrew gibt es ein neues Featurette zu Disneys neustem Zeichentrickfilm Küss den Frosch (Ja, ich hab mich mit dem deutschen Titel abgefunden), das diesmal vollkommen dem Bösewicht Dr. Facilier gewidmet ist. Und mal ehrlich, jagt euch nicht schon das Bild hier einen Schrecken ein?: